Der Verein KMA Kriegsmarine-Archiv in Wien besitzt ein Modell von SM U-10 der UB-I-Klasse.

SM U-10 war ursprünglich das deutsche Küsten-U-Boot UB-1 der UB-I-Klasse, das bei der Germaniawerft in Kiel gefertigt, in Einzelteilen per Eisenbahn nach Pola gebracht und dort wieder zusammengesetzt wurde, bevor es im Juni/Juli 1915 als U-10 in die k.u.k. Kriegsmarine übernommen wurde.

Es handelte sich um ein kleines Küsten-U-Boot mit rund 127 t Wasserverdrängung über Wasser, knapp 28 m Länge und einer Besatzung von etwa 14 Mann; die Bewaffnung bestand aus zwei Bug-Torpedorohren im Kaliber 45 cm, später ergänzt durch ein Decksgeschütz.

Vom Hauptstützpunkt Pola aus operierte U-10 vorwiegend in der nördlichen Adria gegen italienische Handelsschifffahrt und kleinere Kriegsfahrzeuge und gehörte zur sogenannten „kleinen U-Boot-Flottille“ der k.u.k. Kriegsmarine.

Am 9. Juli 1918 lief U-10 vor Caorle auf eine Mine, konnte zwar noch auf Grund gesetzt und geborgen werden, war aber nicht mehr einsatzfähig; nach Kriegsende wurde das Wrack als Reparationsleistung an Italien übergeben und Anfang der 1920er Jahre verschrottet.

Die Modellbauspezialisten des Vereins k. u. k. Kriegsmarine Archiv stellen unter der Rubrik „Modell des Monats“ meisterhafte Modelle zur österreichischen Marine- und Schifffahrtsgeschichte vor.
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