Am 19. März 2026 hielt der Wissenschaftshistoriker Johannes Mattes, Alexander-von-Humboldt-Research-Fellow der Leopoldina, einen Vortrag über die Österreichische Jan-Mayen-Expedition (1882–1883).

Marineverband Wien präsident Martin Szojak mit Hern Dr. Pálffy, dem Besitzer des Tagebuchs und Dr. Johannes Mattes

Grundlage des Vortrags bildete ein bislang unbearbeitetes Tagebuch des jungen ungarischen Grafen József Pálffy, der die Expedition auf die unbewohnte Vulkaninsel Jan Mayen im Nordatlantik begleitete.

Seine Aufzeichnungen veranschaulichen eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Objektivitätsansprüche, imperiale Ambitionen und das alltägliche Erleben extremer Umweltbedingungen an Bord sowie auf der an Land errichteten Beobachtungsstation miteinander verflochten waren.

Zugleich wird deutlich, wie aus einem visionären Programm eine neue Kultur der Polarforschung entstand, die bis in die Gegenwart nachwirkt.

Der Vortrag stieß auf großes Interesse: Fast 40 Besucherinnen und Besucher fanden sich ein, um den Ausführungen zu folgen. Es gelang dem Vortragenden, das Publikum von Beginn an zu fesseln und mit seiner lebendigen wie fachkundigen Darstellung nachhaltig zu begeistern.

Die Veranstaltung bot nicht nur spannende Einblicke in die Expedition, sondern auch Gelegenheit zu anregenden Gesprächen im Anschluss. Insgesamt war es ein äußerst gelungener Abend, der einmal mehr das große Interesse an maritimen Themen unterstrich.

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